1. Was denken Sie sind Ihre Schwächen und Stärken im Schach?
Fangen wir mal mit den Schwächen an. Ich denke, Verbesserungsbedarf besteht bei mir definitiv beim Spielverständnis. Wenn es darum geht, welche Figuren tausche ich am besten und soll ich die Bauernstruktur verändern oder nicht, fühle ich mich oft unsicher. Auch im Endspiel weiß ich manchmal nicht ganz, welchen Plan ich verfolgen soll. Eine große Stärke von mir ist meine Eröffnungsvorbereitung, von der ich ganz unbescheiden behaupten würde, dass sie sich auf 2600-Niveau bewegt. Pudelwohl fühle ich mich in taktischen Stellungen, in denen viele Varianten berechnet werden müssen und jeder Fehler der letzte sein kann.
2. Was ist Ihr Lieblingsgetränk?
Wasser mit Kohlensäure
3. Wer ist Ihr Lieblingsautor?
Warum sind diese Fragen immer auf Singular beschränkt? Den coolsten Schreibstil hat definitiv Ferdinand von Schirach, am spannendsten schreibt Dan Brown und bei Stephen King stimmt das Gesamtpaket. Und Ken Follett versteht es am besten, einen in eine komplett andere Welt zu entführen. Oh, Thomas Harris hab ich vergessen, auch ein ganz großer Schriftsteller.

4. Was ist das beste oder interessanteste Buch das Sie jemals gelesen haben?
„Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ von Precht war sicherlich das interessanteste Buch, weil ich mir dadurch Gedanken über Themen gemacht habe, die mir zuvor gar nicht so bewusst waren. Die Bücher der oben genannten Autoren sind allesamt sehr gut, hinzufügen möchte ich noch die Artemis Fowl-Serie von Eoin Colfer und natürlich Harry Potter.
5. Was ist Ihr Lieblingsfilm?
Wer hat schon einen einzigen Lieblingsfilm? Ich teile es mal nach Genres auf. Komödie: „Und täglich grüßt das Murmeltier“, ein unglaublich schöner Film mit Bill Murray in der Hauptrolle. Western: „Spiel mir das Lied vom Tod“, mit dieser legendären Filmmusik von Sergio Leone. Thrilller: „Pulp Fiction“, einen cooleren Film gibt’s nicht. Fantasy (?): „The Dark Knight“, einfach ein Meisterwerk. Dazu möchte ich noch „Das Schweigen der Lämmer“ erwähnen, der es durch seine bedrohliche Atmosphäre schafft, die Spannung die gesamte Spieldauer hoch zu halten.
6. Welche Musik hören Sie gerne?
Deutschen Hip Hop und amerikanischen Rap
7. Haben Sie einen Lieblingskünstler?
Kollegah und Kool Savas im deutschsprachigen Raum, Eminem im englischsprachigen
8. Was war Ihr bestes Schach-Resultat?
Der Gewinn der deutschen Meisterschaft
9. Was war die beste Schach-Partie, die Sie je gespielt haben?
Die beste gegen Jan Gustafsson, die schönste gegen Vitali Golod.
10. Haben Sie ein Idol im Schach oder im Leben?
Nein.
11. Welches Schachbuch hatte den größten Einfluss auf Sie?
Puuh, keine Ahnung. Ich fand es sehr wichtig, mich mit der Schachgeschichte auseinanderzusetzen und habe deshalb diese Serie von Garry Kasparov gelesen, „Meine großen Vorgänger“. Aber inwiefern das einen Einfluss auf mich hatte kann ich nicht sagen.
Teil 2 mit Niclas Huschenbeth folgt in Kürze

Prima Artikel, freue mich auf mehr. Beim positionellen Verständnis kann ich nur Judith Polger zitieren: “Sprich mit deinen Figuren”.
LG Karol Lalla
1. Vorsitzender Turm Lüneburg
schach-lueneburg.de